Am vergangenen Samstag stand das Hohenzollern Skistadion am Arbersee ganz im Zeichen des Langlaufs: Der Nachtstaffel-Sprint des SV Bayerisch Eisenstein lockte zahlreiche Athletinnen und Athleten aus nah und fern an und entwickelte sich einmal mehr zu einem stimmungsvollen Saisonhighlight. Gelaufen wurde – wie der Name schon sagt – am Abend und unter Flutlicht, was dem Rennen seinen ganz besonderen Reiz verleiht.
Das Wettkampfformat ist ebenso einfach wie fordernd: Zwei Läufer bilden ein Team und absolvieren in Staffelwechseln jeweils zwei beziehungsweise drei Runden über je einen Kilometer. Eine echte Sprintdistanz, die von Beginn an in hohem Tempo gelaufen wird und spätestens in der dritten Runde zur echten Kraftprobe wird.
Vor allem das Starterfeld bei den Herren und Junioren hatte es in sich. 35 Teams gingen an den Start, darunter auch namhafte Athleten. Mit Johannes Bredl und Thomas Freimuth standen beispielsweise zwei ehemalige deutsche Weltcup-Starter im Feld. Für Freimuth war es zudem ein besonderes Comeback: Der frühere Sieger des Arctic Circle Race auf Grönland bestritt sein erstes Rennen seit seinem Rücktritt vor fünf Jahren.
Den Tagessieg sicherten sich jedoch die aktuell im Weltcup aktiven tschechischen Top-Läufer Luděk Šeller und Vojtěch Sýkora. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die beiden starken Bayerwald-Duos Felix Fuchs und Florian Döringer sowie Stefan Kasberger und Johannes Kuchl. Für ein weiteres sportliches Ausrufezeichen sorgte Alexander Buschek aus Furth im Wald, der mit einer beeindruckenden Rundenzeit von 2:09 Minuten über einen Kilometer die schnellste Runde des Abends lief.
Auch bei den Damen gab es deutliche Siegerinnen: Obwohl beide noch in der Jugendklasse starten, setzten sich die Biathletinnen Magdalena Gruber (WSV Viechtach) und Alina Maier (WSV Eppenschlag) mit deutlichem Vorsprung durch und unterstrichen ihre starke Form sowie ihre aktuelle Führungsrolle als die jeweils beste deutsche Biathletinnen ihrer Altersklassen 16 und 15.
Insgesamt waren 135 Staffelpaarungen gemeldet, ein deutliches Plus gegenüber den rund 100 Teams im Vorjahr. Mit den neuen Startnummern des SV Bayerisch Eisenstein bot sich im Flutlicht ein eindrucksvolles Gesamtbild. In den teilweise sehr großen Starterfeldern ging es vor allem in der ersten Runde nach dem Massenstart hoch her. Positionskämpfe, enge Wechsel und auch mal ein Stockbruch gehörten dazu – echte Fahrtechnik war insbesondere in der Wechselzone gefragt.
Einmal mehr präsentierte sich das Skistadion am Arbersee in hervorragendem Zustand. Den perfekten Bedingungen trotz der schwierigen Schneelage in weiten Teilen Deutschlands gebührt dem Technikteam rund um Stadionleiter Sepp Schneider großer Respekt. Seit Wochen zählen die Strecken am Arbersee zu den wenigen in Deutschland, auf denen Langlaufrennen überhaupt möglich sind. Ihren vorläufigen Höhepunkt findet diese außergewöhnliche Situation bereits in der kommenden Woche, wenn gleich mehrere nationale und auch internationale Top-Wettkämpfe von Biathleten und Langläufern parallel ausgetragen werden.
Die Ergebnisse aller Klassen finden sich unter: www.sv-bayer-eisenstein.de





